Näher am Sport. Näher am Pferd. Näher am Verband.
Deutsche Kreditbank AG (DKB) - Hauptsponsor der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN) - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht
Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

Anmelden

Melden Sie sich an, um im FN-Shop zu bestellen oder die vielen Vorteile einer Persönlichen Mitgliedschaft zu nutzen.

Kraftfutter: Power im Pferdetrog

Auf dem Pferde-Speisezettel steht dem Raufutter und Saftfutter auch das Kraftfutter. Hierzu zählen verschiedene Getreidesorten, aber auch Mischfutter und sogenanntes Müslifutter. Der jeweilige Bedarf an Kraftfutter bei Pferden ist allerdings sehr unterschiedlich.

Der Energiebedarf von Sportpferden, die Spitzenleistungen in den unterschiedlichsten Disziplinen vollbringen sollen, ist natürlich viel höher als bei Freizeitpferden. Pferde, die regelmäßig gearbeitet und trainiert werden, sollten zu ihrer normalen Raufutterration (siehe Newsletter-Thema Fütterung) zur Ergänzung noch Kraftfutter bekommen. Auch Zuchtstuten und Fohlen haben einen höheren Anspruch an energiereicher Nahrung.

Zum Kraftfutter zählt man die Getreidesorten Hafer, Gerste, Weizen und Roggen, aber auch Sojaschrot, Weizenkleie oder Mais gehören dazu. Zusätzlich werden von der Industrie die unterschiedlichsten Variationen als Mischfutter oder Müslisorten angeboten. Alle Futtermittel haben gemeinsam, dass sie den erhöhten Bedarf an Energie bei Pferden abdecken sollen.

Als Hauptenergiequelle für das arbeitende Pferd gilt immer noch der Hafer. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Pferde die Bestandteile des Hafers, vor allem die darin enthaltende Stärke, am besten verdauen können. Der Hafer lässt sich auch im unbehandelten Zustand verfüttern, da Pferde mit einem gesunden Gebiss die Haferkörner besonders gut zermahlen können. Beim Kauen von Hafer entstehen sogar Schleimstoffe, die förderlich für die Verdauung sind. Allerdings enthält Hafer auch den Mineralstoff Phosphor, der in größeren Mengen für Pferde schädlich sein kann.

In nicht europäischen Ländern gehört die Gerste traditionell zum klassischen Pferdefutter. Bei uns wird aber empfohlen, den Pferden Gerste in bearbeiteter Form wie Schrot oder Flocken anzubieten, da sie sonst nicht so gut verdaut werden kann. Gleiches gilt für den Mais. Wenn das Korn gebrochen, geschrotet oder zu Flocken verarbeitet wird, kann der Darm des Pferdes diese Getreidesorten besser verdauen und die nötige Energie aufnehmen.

Sojaschrot hat sich durch seine energiereichen Bestandteile gerade in der Fütterung von Zuchtstuten bewährt. Auch Leinsamen eignen sich in gekochter Form zur Fütterung von Pferden. In den industriell hergestellten Mischfuttersorten sind die Anteile der angesprochenen Futtermittel sehr unterschiedlich enthalten. Die Mischungen sind als Ergänzungsfutter zu Heu und Hafer gedacht. Bei der Auswahl der richtigen Mischung ist darauf zu achten, ob sie an normale Freizeitpferde, Sportpferde, Zuchtstuten oder Fohlen verfüttert werden sollen.

Kraftfutter, wie Getreide oder Müsli, dienen in erster Linie der Energiezufuhr. Kraftfutter sollten aber nur Pferde bekommen, die ihren eigenen Energiebedarf nicht mehr allein über das Raufutter abdecken können. Getreidekörner eignen sich deshalb so gut, weil sie in der Natur sonst der Pflanze als Energiespeicher dienen.

Da Magen und Darm des Pferdes in seiner normalen Nahrungsaufnahme nicht auf die Aufnahme von Kraftfutter ausgerichtet sind, dürfen die Kraftfutterrationen nicht sehr groß sein. Auch sollte Kraftfutter immer erst nach der Aufnahme von ausreichend Raufutter verfüttert werden. Außerdem ist es ratsam, das Kraftfutter auf mehrere kleinere Mengen über den Tag zu verteilen. Eine einwandfreie Hygiene des Kraftfutters ist wichtig für die Gesundheit des Pferdes. Das Futter sollte immer schimmel- und staubfrei sein sowie trocken gelagert werden.

Die zu verfütternden Mengen sollte man individuell auf die Bedürfnisse und Ansprüche der Pferde ausrichten. Zur Berechnung der passenden Futterration gibt es eine Menge Fachliteratur und auch entsprechende Computerprogramme.

Dies ist ein Thema des Newsletters „pferdenah“. Weitere bereits erschienene Themen sind finden Sie hier. Der Newsletter erscheint etwa alle sechs Wochen. Hier geht´s zum kostenlosen Newsletter-Abo.

Waldhausen

Waldhausen

MITMACHEN UND GEWINNEN

Wählen Sie unter waldhausen.com Ihren Lieblings-Reitsportfachmarkt aus und nominieren Sie Ihren Waldhausenhändler! Unter allen Teilnehmern verlosen wir 180 Gewinne aus unserer Markenwelt ELT­ SWING­Waldhausen. Jetzt teilnehmen und zu den 180 Gewinnern zählen!

Weitere Informationen